Pflegende Angehörige brauchen Ruhepausen

Die Pflege, vorrangig von alten Menschen, wird in einer alternden deutschen Gesellschaft ein immer größer werdendes Thema.

Viele Weiterbildungslehrgänge verhelfen zum Erwerb von pflegerischen Kompetenzen. Pflegende erhalten so die Möglichkeit, sich alle erforderlichen theoretischen und praktischen Befähigungen anzueignen. Zudem gibt es viele Beratungsstellen die  Pflegenden und auch den Pflegebedürftigen selbst, Unterstützung bieten.

Pflegende Angehörige sind alleingelassen häufig überfordert

Künftige Wohnräume müssen die Gestaltung alters- und pflegegerechter Lebenswelten berücksichtigen. Das barrierefreie Wohnen, die behindertengerechte Gestaltung der Wohnungen und des öffentlichen Raums ist hierbei von großer Bedeutung.

Personen, die eine heimische Pflege leisten, müssen durch die Allgemeinheit noch besser entlastet werden. Durch die mobile Gesellschaft brechen die Familienstrukturen auseinander und das erschwert eine Pflegesituation zusätzlich. Die Einrichtung der Pflegeversicherung war hierbei schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Pflegende Angehörige benötigen vor allem regelmäßige Auszeiten. Verschiedene Pflegedienste erleichtern dies zwar, und die Möglichkeiten, bei Kurzzeit Pflegeeinrichtungen einen Platz zu bekommen verbessert sich, doch an manchen Orten sind die Wartezeiten immer noch viel zu lang.

Pflegeleistungen werden honoriert bei der Erbschaftssteuer

Die Pflege von Angehörigen wird heutzutage zudem auch besser berücksichtigt seit der neuen Reform im Erbrecht. Das bedeutet, dass ein Pflegender einen höheren Freibetrag auf sein späteres Erbe angerechnet bekommt. Hierzu ist nicht mehr wie früher notwendig, dass ein Pflegender seine Anstellung aufgibt.

Universitäten beschäftigen sich mit der Pflegewissenschaft

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich zwischenzeitlich in Deutschland mit dieser jungen und daher neu zu definierenden Disziplin. Derzeit werden im Fachgebiet Pflegewissenschaft verschiedene Studiengänge angeboten, zum Beispiel bei der Uni in Osnabrück: http://www.pflegewissenschaft.uni-osnabrueck.de/

Die Konsolidierung soll künftig die klinische und versorgungsbezogene Pflegeforschung einschließen. Die wissenschaftlichen Pflegebereichslehren befinden sich in einem theoretischen Denkfreiraum, sind jedoch zum Teil auch betont orientiert an der praktischen Anwendung. Foren beschäftigen sich mit der grundlagentheoretischen Forschung und Weiterentwicklung der Pflegewissenschaft und der Pflegebildung.